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Das war Rock am Bergmannsring 2009 PDF Drucken E-Mail
Montag, 13. Juli 2009 um 07:00

Rock am Bergmannsring in Regis-Breitingen funktioniert trotz Eintrittsgeld und Regenwetter (Bericht der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2009)

Bauchschmerzen verdrängt


Rock am Bergmannsring in Regis-Breitingen funktioniert trotz Eintrittsgeld und Regenwetter

Von Jörg Reuter

Regis-Breitingen. Bei schönem Wetter kann jeder zum Open Air gehen. So ähnlich müssen die rund 400 Besucher beim „Rock am Bergmannsring“ am Sonnabendabend gedacht haben. Trotz teilweise starkem Regen harrten sie vor der Regiser Freilichtbühne aus und feierten mit sechs Bands aus der Region. Damit hat das Festival gleich drei Feuerproben bestanden: Neben der schlechten Witterung mussten die Gäste erstmals Eintritt bezahlen, und der Heimatverein der Stadt war nicht mehr mit von der Partie.


„Ich hatte ehrlich gesagt im Vorfeld ein wenig Bauchschmerzen“, gestand Cheforganisator Daniel Müller nach seinem Auftritt mit woman2men+, wo er Gitarre spielt und singt. Schließlich konnte keiner wissen, ob das Festival unter den neuen Bedingungen angenommen wird. Nun war ihm die Erleichterung deutlich anzusehen. Ein Blick vor die Bühne verriet den Erfolg. Gerade lief sich die aus dem Frohburger Raum stammende AC/DC-Coverband Bellbreaker warm. Sie hatte als letzte Gruppe des Abends mit dem stetig zunehmenden Regen zu kämpfen. Doch obwohl zahlreiche Stände – vom Fischerverkäufer über Grill, Bier- und Eisstand bis zur Cocktailbar – etliche Möglichkeiten zum Unterstellen boten, stand das Gros der Besucher vor der Bühne und ließ sich die gute Stimmung nicht vermiesen.


„Die Musik ist völlig okay, aber das Wetter könnte besser sein“, sagte Falco Spörl aus Thräna. Die Veranstaltung hatte zwar schon gegen 16 Uhr begonnen, doch der junge Mann war erst seit ein, zwei Stunden beim „Rock am Bergmannsring“. Sein Urteil fiel durchweg positiv aus. „So wie das hier organisiert ist, sind drei Euro Eintritt im Vorverkauf ein Lacher“, meinte der 22-Jährige. Ähnlich sah das Sandra Müller: „Der Eintritt ist kein Problem, den kann ich ausgeben.“ Nichtsdestotrotz merkte die junge Regiserin an, dass das nicht zum bisher groß propagierten Motto „No commerce“ passe. „Anscheinend wollen die doch Geld verdienen“, mutmaßte die 22-Jährige.


Dass sich Ausgaben und Einnahmen wahrscheinlich die Waage halten und, wenn überhaupt, nur wenig übrig bleiben würde, war Mike „Willi“ Neumann am Gesicht abzulesen. „Na ja, ich bin schon ganz zufrieden. Bei schönerem Wetter wären sicher mehr Leute gekommen“, so Neumann. Der Bellbreaker-Gitarrist gehörte mit seiner Firma Neumann Events zu den Organisatoren und wusste, was Technik, Security, Zaun, Versicherungen und Gema in Rechnung stellen werden.


„Hier merkt man sofort, dass Profis am Werk waren“, lobte Marek Preißner Organisation und Durchführung des Festivals. Sowohl als Besucher als auch als Musiker war der Sänger und Gitarrist der Gruppe Leiseschrei aus Frohburg zum ersten Mal dabei. „Unser Konzert war nass, aber schön“, erzählte er. Beim Bandauftritt gegen 17 Uhr seien zwar noch nicht allzu viele Zuschauer vor Ort gewesen, „aber die Stimmung war trotzdem gut“. Und so sollte es auch bis zum letzten Ton in dieser Nacht bleiben. Preißner: „Livemusik ist eben wieder in und wird bei jedem Wetter gern angenommen.“

 

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2009

 

 

Kommentare  

 
+3 #1 Eumel 2009-07-16 23:40 Und mal wieder wurden wir (Lost Psychic) nicht erwähnt
 

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