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Amis beim Applerock in Stockheim am 18.07.2009 PDF Drucken E-Mail
Montag, 20. Juli 2009 um 07:00

Bericht der Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2009 über den Stockheimer Applerock.

Amis lassen einen Wunsch offen

Siebte Auflage des Stockheimer Applerock hätte mehr Besucher verdient


Stockheim Klein, aber fein – so könnte der Untertitel des Applerock in Stockheim lauten. Zum siebten Mal organisierte eine Gruppe junger Leute das Festival. Vorgestern standen wieder sechs Rockbands auf der Bühne, um die Besucher mit einer facettenreichen Mischung von Rock bis Metal zu unterhalten. Rund 150 Gäste kamen und feierten bis weit nach Mitternacht. Die Idee für das Festival in Stockheim entstand bei einer Studentenparty. Sieben Jahre später ist das Konzept ausgereifter, sind zum Stamm der Veranstalter noch einige Leute dazugekommen. „Die Durchführung ist aufwendiger geworden, vor allem im Bereich der Werbung“, erzählte Antje Wilhelms. Dennoch blieb die Besucherzahl hinter den Erwartungen zurück. Wilhelms: „Das ist schade.“


Wirklich bedauerlich, denn nicht nur bei der Organisation haben sich die Applerocker, die gerade einen eigenen Verein zur Förderung junger Bands gründen, weiterentwickelt. Auch die gebuchten Combos werden immer besser. Diesmal gehörte unter anderem die Dresdener „Black Tequila“ dazu. Mit donnerndem Nu Metal, der bisweilen an den Stil von Bullet for My Valentine erinnerte, präsentierten sich die sechs Musiker. Wilde Rhythmen und Breaks forderten jedoch erst einmal Techniker und Zuhörer. So dauerte es eine ganze Weile, bis sich Mixer und Publikum in die Musik hineingehört hatten, die Band ihr Potenzial entfalten konnte. Am Ende bekamen die zwei Frauen und vier Männer dann verdienten Applaus für eine mehr als bemerkenswerte Mucke.


In eine ganz andere Kerbe schlug im Anschluss Adam Bombs Band aus New York. Klassischer 80er-Jahre-Metal mit allem Schnickschnack – von dauergewelltem Haar über die feuerspuckende Gitarre bis zum ellenlangen Solo – ist ihr Ding. Damit konnten sie auch in Stockheim punkten. In Sachen Stimmung blieben bei den Amis keine Wünsche offen. Oder doch einer – nach dem abrupten Abgang des Trios gab es trotz laut bezeugtem Interesse keine Zugabe für die Leute vor der Bühne.

Jörg Reuter

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2009

 

 

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