|
„Bellbreaker“ gastieren im Volkshaus Rötha / 100 Besucher quittieren den Rockern einen gelungenen Auftritt (LVZ vom 15.03.2010)
Nur ein bisschen kleiner als Angus Young
Von Jörg Reuter Rötha. Stampfend und schnaufend kommt die Musik von AC/DC daher. Dazu krächzt Sänger Brian Johnson ins Mikrofon, und Gitarrist Angus Young spielt wie besessen bluesige Schwer-Metall-Riffs. Mit dieser Rezeptur schufen sich die Australier eine mittlerweile 37 Jahre andauernde Weltkarriere. Längst sind AC/DC Kult, und es gibt jede Menge Coverbands. Eine der besten der Region sind „Bellbreaker“. Am Sonnabend rockten sie im Volkshaus Rötha.
Es ist natürlich alles ein wenig kleiner als beim Original. Nichtsdestotrotz versuchen die fünf Musiker von Bellbreaker den AC/DC-Fans nichts schuldig zu bleiben. Von der Bühnenchoreografie über die Outfits bis hin zu den typischen Bewegungen auf der Bühne – Bellbreaker haben ganz genau hingesehen, wenn AC/DC ihre Songs präsentieren. Dass die Gruppe um Angus-Young-Double Mike „Willy“ Neumann bei ihren Konzerten auch musikalisch und spielerisch den großen Vorbildern so nahe wie möglich kommen möchte, versteht sich dabei von selbst.
Und so schafften sie es auch am Sonnabend im Volkshaus Rötha, mit einer guten Show ihr Publikum zu begeistern. Jedoch war der Saal mit knapp 100 Besuchern über den Abend ziemlich leer geblieben. „Wir sind aber dennoch zufrieden“, bestätigten die Musiker, die zusammen mit Volkshaus-Wirt Andreas Bänsch den Abend organisiert hatten. „Dafür, dass es relativ wenige Leute sind, ist aber die Stimmung super“, meinte Bassist Tobias Hegewald. Dementsprechend versprachen die fünf Bellbreaker, in jedem Fall wiederzukommen.

Die AC/DC-Cover-Band „Bellbreaker“ rockte am Wochenende im Röthaer Volkshaus. 100 Besucher erlebten das Konzert. Foto: Jörg Reuter
Eine gute Idee, befanden auch die Wirtsleute Karla und Andreas Bänsch. „Das ist ja nach den Auftritten von Leiseschrei und den Fonatics erst das zweite Rock-Konzert hier im Volkshaus“, erzählte Bänsch. Grundsätzlich hätte er auch Lust darauf, häufiger derartige Veranstaltungen durchzuführen. „Aber da müssen die Bands auf uns zukommen und fragen“, so Andreas Bänsch, und seine Frau Karla erklärte: „Um solche Abende selber zu organisieren, haben wir viel zu wenig Erfahrung.“
Derweil näherte sich das Bellbreaker-Konzert dem Ende. Mit „For Those About to Rock“ verabschiedete sich die Gruppe und feuerte, ganz wie die großen, ihre mitgebrachten „Kanonen“ ab. „Super. Der Hammer“, lobte Frank Haunstein. Und sein Kumpel Thomas Stock konnte ihm nur beipflichten: „Da merkt man, die leben ihre Musik. Das passt.“ Leider seien zu wenige Leute gekommen, waren sich beide einig. Dies war auch für Ronny Neumann der einzige Wermutstropfen eines ansonsten „coolen Konzertes“.
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 15.03.2010
|
Kommentare
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.