|
Tobias Künzel rockt in Audigast / 17 Bands für jeden Musikgeschmack (LVZ vom 30.03.2010)
Von Kathrin Haase
Audigast. Eine Weltpremiere kündigt René Fischer für das diesjährige Open-Air-Festival in Audigast an: Die renommierte Leipziger Oldiekombo „Firebirds“ hat sich klonen lassen und mischt das Audigaster Publikum unter dem Namen „Oldiewut“ auf. Für Furore sorgt ebenso Tobias Künzel, der Blonde von den Leipziger Prinzen, mit seiner neuen Formation „Ruff as Slone“. Insgesamt sorgen 17 Bands drei Tage lang für Stimmung auf dem Sportplatz.
Mit einer Mischung aus tiefschrägen, hammerharten Sounds und indexlastigen Texten treten die Jungs von „Oldiewut“ alias „Firebirds“ am Himmelfahrtstag, dem 13. Mai, auf die Open-Air-Bühne. Für ihr runderneuertes Programm haben die Jungs einen extremen Aufwand betrieben, weiß Veranstalter René Fischer: neue Lieder, neue Kostüme, neues Styling, neue Fotos, neue PR-Schiene. „Oldiewut präsentiert in Audigast den Oldie in Reinkultur, wie ihn die Menschheit noch nicht erlebt hat“, heißt es auf den Flyern zum Open Air. Dazu gesellen sich, ebenfalls am Himmelfahrtsdonnerstag „The AC/DCs“ sowie die Dire-Straits-Coverband „The Suttles“ aus Leipzig. „Für mich persönlich die Neuentdeckung seit anderthalb Jahren“, findet René Fischer, der in der Musikszene wahrlich ein Gehör und Gespür für die richtigen Töne hat. „Die Jungs sind im Schnitt 22, 25 Jahre alt und richtig gut drauf. Dire Straits mit Mark Knopfler ist auch keine einfache Musik. Da kann man sich nicht einfach hinstellen und ein bisschen die Saiten zupfen… Da muss schon mehr kommen.“
Alte Bekannte sind vom 13. bis 15. Mai ebenfalls auf dem Sportplatz in Audigast unterwegs: „Monokel“, „Kirsche & Co“, „Overhead“ aus Wurzen, „King Kreole“ aus Leipzig „Sperrzone“ aus Torgau, „Nu Sports“ aus Berlin, „Oxo 86“ oder „Crushing Caspars“ – insgesamt 17 Bands, verteilt auf drei Tage. Während der Freitag traditionsgemäß den eher härteren Hardcore- und Punk-tönen damit den Freaks unter den Musikliebhabern vorbehalten ist, geht es Sonnabend nicht ganz so laut und wild zu. Büffel, der charismatische Frontmann von „Backdoor“, tritt diesmal als „Büffel on the rocks“ auf, King Kreole lässt die 50er Jahre aufleben, Monokel greift ebenfalls in die Saiten.
René Fischer hält die Fäden der Organisation wieder in den Händen, Franziska Röder aus Groitzsch ist für die Plakat- und Flyergestaltung und den Internetauftritt zuständig. „Daneben haben wir viele freiwillige Helfer aus dem ganzen Dorf“, erzählt der Eventmanager. „Allein kann man so eine Veranstaltung nicht auf die Beine stellen. Wir brauchen Leute, die den Bauzaun aufstellen, die Strippen ziehen, den Kartenverkauf organisieren, die Brötchen schmieren, die Künstler betreuen und so weiter. Manche opfern dafür eine Woche Urlaub, nur um beim An- und Abbau helfen zu können“, zieht René Fischer den Hut vor seinen Hintermännern. Dabei arbeitet die Kompanie seit mittlerweile acht Jahren in der gleichen Besetzung. „Das macht es natürlich einfacher“, findet der Audigaster, „ich brauche niemanden mehr zu erzählen, wo was hin muss.“
Das Open-Air-Spektakel lockt Jahr für Jahr mehr als tausend Besucher aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz in den Groitzscher Ortsteil. Ein Großteil von ihnen übernachtet auf dem Zeltplatz, den der Veranstalter zur Verfügung stellt. Karten können ab sofort im Internet unter www.openairaudigast.de bestellt werden.
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2010
|