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Im Interview: Semper Fall.PA PDF Drucken E-Mail
Freitag, 07. Mai 2010 um 12:00

Die Band Semper Fall.PA tritt eventuell mit ihrem Song „strong enough“ beim Finale des Band Contest Online am 31. August an. Obwohl er normalerweise nur auf regionale Bands beschränkt sein sollte, wollen sie sich trotzdem unter den zahlreichen anderen Bands behaupten und diese Möglichkeit haben wir ihnen nicht vorenthalten. Schlagzeuger Benji beantwortete die Fragen, die Organisatorin Josephine Senger (JS) ihm im Telefoninterview stellte.

 

Das Interview:

Josephine SengerJS: Als erstes, bevor wir richtig anfangen, erzähl mir doch mal, was ihr von Berufs wegen macht, oder ob ihr noch studiert.

Benji: Ich studiere Musik, genauso wie Benny (Gitarrist), obwohl er genauer gesagt Musikpädagogik studiert und Robby (Sänger und Bassist) arbeitet als Karosseriebauer.

JS: Was bedeutet euer Name und was bedeutet der Anhang PA?

Benji: Semper ist Latein und bedeutet „ewiglich“ und Fall ist Englisch und bedeutet „Herbst“. Sozusagen soll „ewiglich“ das Schmetterlingsgefühl ausdrücken, das wir mit der Band haben und der Herbst deshalb, weil wir uns im Herbst zu einer Band zusammen geschlossen haben.

JS: Aber damit hast du mir immer noch nicht gesagt, was der Anhang PA bedeutet.

Benji: Das ist einzig und allein ein Bandgeheimnis. Vielleicht werden wir es später lüften, aber in nächster Zeit denke ich nicht, dass das passieren wird.

JS: Ihr habt euch bereits einen Namen in der Musikbranche gemacht und spielt in relativ bekannten Clubs in Berlin, wie z. B. dem Knaak Club. Weiterhin spielt ihr diesen Sommer noch auf dem Indie Summer Festival – Warum habt ihr euch dann noch dafür entschieden, beim Band Contest Online hier in der Umgebung mit zu machen?

Benji: Das ist ganz einfach. Für uns ist es absolut nicht wichtig, wo wir spielen und wie groß das Konzert sein soll. Wir haben einfach Spaß an der Sache selbst. Gleichzeitig wollen wir für alle Beteiligten rüberbringen, damit sie dasselbe fühlen, wie wir, wenn wir auf der Bühne stehen. Somit entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. Wir haben schon immer Spaß und Freude an der Musik gehabt und daher ist es für uns nicht relevant, ob das Konzert groß wird, oder dann doch etwas kleiner ausfällt.

JS: Kannst Du mir was zu eurer Bandgeschichte erzählen? Wie lange macht ihr schon Musik und wie habt ihr euch gefunden?

Benji: Ich kenne Robby schon extrem lang. Vor 5-6 Jahren hatten wir schon mal ein bisschen Musik gemacht. Leider haben wir uns dann aus den Augen verloren. Und dann kam nur sporadischer Kontakt aller zwei Jahre mal zustande. Robby meinte dann so: „Hey wie geht’s?“, und wir unterhielten uns dann ein bisschen.

Eines Tages hatte der Kontakt wieder zugenommen und er stellte mir die Idee von einer eigenen Band vor und ich sagte einfach „jo“ zu der ganzen Geschichte. Er ist ein sehr guter Sänger und Bassist. Jedoch hatten wir nun ein Problem damit, einen guten Gitarristen zu finden. Wir haben uns lange damit Zeit gelassen, jemanden zu finden, der dafür in Frage kommt, weil wir sehen wollten, ob es von der musikalischen Erfahrung, die er mitbringt, und charakterlich passt.

Benny ist ein Bekannter von Robby und ihm als Gitarrist in Erinnerung geblieben. Wir luden Benny zu einem Vorspielen bei uns ein, was dann so gut geklappt hat und so gut klang, sodass das Trio nun komplett war.

JS: Klingt auf jeden Fall nach einer coolen Geschichte. Und jetzt würde ich gern noch erfahren, welche Einflüsse eure Musik hat, Bands oder genretechnisch gesehen?

Benji: Da wir alle ungefähr im gleichen Alter sind, beschränken sich die Einflüsse meistens auf die Bands, die uns geprägt haben und mit denen wir aufgewachsen sind. Wir haben uns unsere Instrumente geschnappt und haben einfach drauf losgespielt und daher intensiv gehört, ob das unsere Richtung ist oder nicht.

Weiterhin kam es auch dazu, dass wir Musik gehört hatten und uns daran orientiert haben, so nach dem Motto: „Hey, das klingt gut, ich spiele es mal nach“. Also das waren solche Bands wie: Green Day, Blink 182, Papa Roach und 5 Bugs. Und wenn sich die Leute unsere Musik anhören, glaube ich, kann man das auch ein bisschen raushören.

JS: Stimmt. Und wenn du jetzt einen Blick zurück wirfst, gab es auch Einflüsse aus familiärer Sicht oder aus dem Bekanntenkreis, was euch geprägt hat – also gab es ein Ereignis, von dem man sagen kann, wäre das nicht gewesen, dann wäre dies oder jenes nicht passiert?

Benji: Nein. In der Richtung gab es eigentlich nichts, was wir damit in Verbindung bringen können. Natürlich gibt es Situationen im Alltag, die wir erleben. Diese verarbeiten wir dann in unseren Songs, genauso unsere Eindrücke und das was uns beschäftigt.

JS: Was bedeutet euch der Song „strong enough“, mit dem ihr euch beim Band Contest Online beworben habt?

Benji: Es ist einer unserer ersten Songs, in den wir unser Herzblut reingesteckt haben. Und so wollen wir es auch an den Hörer bringen.

JS: Glaubst Du, eure Hörer können in euren Songs dasselbe nachempfinden?

Benji: Das kann man so nicht sagen, weil jeder Hörer andere Dinge in unseren Songs wahrnimmt. Also sind es eher subjektive Eindrücke. Und das ist ja auch die Freiheit dabei. Jedem Hörer ist es selbst überlassen, was er aus dem Song für sich mitnehmen kann.

JS: Also kurz gesagt, ihr verarbeitet eure Eindrücke in den Songs und eure Hörer können das auf ihre Situationen übertragen, je nachdem, wie es für sie passt.

Benji: Genau so.

JS: Haben schon einmal Projekte mit anderen Bands stattgefunden oder seid ihr schon mal als Vorband / Support aufgetreten?

Benji: Ja. Als Vorband schon ein paar Mal bei drei oder vier anderen Bands, z. B.: See You Next Tuesday oder Call Jamie. Es hat auf jeden Fall irre viel Spaß gemacht, Leute von außerhalb kennen zu lernen. Die Musikszene hier in Berlin kennt sich in und auswendig und daher freuen wir uns immer wieder neue Kontakte zu knüpfen. Mehr ist auf jeden Fall in Planung, weil wir uns diese Erfahrungen und diesen Spaß nicht nehmen lassen wollen.

JS: Ihr habt euch sicherlich schon die anderen Bands beim Band Contest Online angeschaut. Was sagt ihr zu eurer Konkurrenz?

Benji: Es sind auf jeden Fall interessante Bands dabei, die großes Talent haben. Schade ist es, dass sie leider nicht die Punkte bekommen, die sie verdient hätten. Aber nach unserer subjektiven Meinung geht es hier ja nicht, sondern darum, wie viele Stimmen die Bands letzten Endes von ihren Fans bekommen.

JS: Und wenn Du jetzt nur Dich nimmst, wer ist für Dich auf jeden Fall der Favorit?

Benji: No Mails.

JS: Eine gute Wahl. Nächste Frage: Wo seht ihr euch in der Zukunft?

Benji: (lacht) Ahh, Standardfrage.

JS: Das ist keine Standardfrage. Jeder fängt mal klein an.

Benji: Also wir wollen weiterhin Musik machen und wenn alles gut läuft irgendwann ein Hinterhof mit großem Swimmingpool und viel Rasen.

JS: Na das klingt doch nicht so übel. Kennt ihr eigentlich die Region, wo der Band Contest Online stattfinden soll?

Benji: Die Region kennen wir noch gar nicht. Aber wir haben vor, diese mit in unsere Tourplanung mit ein zu beziehen. So Nord-Ost-Deutschland.

JS: Und was würdet ihr hier gerne mal kennen lernen bzw. was reizt euch, uns einen Besuch abzustatten?

Benji: Die Menschen und dass wir sie bei einem Konzert erleben können. Du musst Dir das so vorstellen, die Publikumsaktivität hier in Berlin ist eher einseitig und eher zurückhaltend. Wir haben schon gehört, dass die Leute in eurer Region mehr mitgehen und das würden wir gern mal sehen.

JS: Ok. Somit sind wir am Ende, ich bedanke mich sehr bei dir und wir sehen uns spätestens beim Band Contest Online.

Benji: Dir auch, Tschau.

 

 

 

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