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Montag, 21. Juni 2010 um 10:00

Die fünf Jungs von Blutbund treten ebenfalls beim diesjährigen BandContest der VR Bank Leipziger Land eG an. Ihr Stil hat sich auf deutschsprachigen Death Metal spezialisiert und wir können noch einiges von ihnen erwarten. Sie haben sich mit dem Song „Leiche zur See“ beworben. Was dieser Song für die Jungs bedeutet und was sie ihren Fans noch gerne erzählen wollen, haben mir Sven, Thomas, Danny, Petrik und Marius im folgenden Interview berichtet.

 

von Josephine Senger (JS)

 

Das Interview:

JS: Ok Jungs, warum gerade deutschsprachiger Death Metal?

Blutbund: Das war ehrlich gesagt nur ein dummer Zufall. Jeder von uns wollte etwas anderes machen, einen anderen Stil usw. Nach etlicher Zeit entschieden wir uns schließlich für deutschsprachige Songs, weil das in der Death Metal Szene nicht so populär ist und daher auch viel seltener im Gegensatz zu anderen Sprachen, wie Englisch zum Beispiel.

JS: Stimmt, so oft trifft man das in eurer Szene wirklich nicht an. Zumindest nicht sehr. Euer Genre ist für zahlreiche Menschen, außer denen, die wirklich Death Metal hören, recht ungewöhnlich. Vor allem, da kaum eine andere Band, die sich für den BandContestOnline beworben hat, ein Genre wie eures bevorzugt. Seht ihr trotzdem eine Chance, beim Finale eine gute Platzierung zu erreichen?

Blutbund: Ja klar. Am Anfang des Votings bekamen wir in wirklich vergleichsweise kurzen Abständen viele Stimmen, so meistens an die 500. Leider hat das jetzt etwas nachgelassen, aber wir hoffen natürlich, dass wir noch andere Leute mit unserer Musik mitreißen können und wir noch mehr Stimmen bekommen und dazu auch die Möglichkeit, beim Bandcontest mit anzutreten und unseren Fans und den Leuten eine tolle Show zu liefern.

JS: Was können eure Fans von Euch beim Finale am 21. August erwarten, gemäß dem Fall, Ihr werdet antreten?

Blutbund: Gemäß dem Fall, dass wir antreten, haben wir uns schon was ausgedacht. Das wird allerdings nicht verraten. Wir wollen die Überraschung nicht verderben. Aber so viel vorab für die Fans: Ihr könnt eine geniale Bühnenshow erwarten.

JS: Das klingt vielversprechend. Dann drücke ich Euch die Daumen, dass Ihr noch weitere Stimmen bekommt, damit wir uns das nicht entgehen lassen müssen. Das Open Air Finale findet bei euch in Deutzen im Kulturpark statt. Glaubt ihr, dass das für euch ein großer Heimvorteil ist?

Blutbund: Wir glauben schon, dass es für uns ein großer Vorteil ist. Wir haben hier bereits zahlreiche Leute für uns gewinnen können und wir haben auch Fans in Bayern, Baden-Württemberg und in Krefeld und wir hoffen natürlich, dass sich unser Name noch weiter in ganz Deutschland verbreiten wird. Das ist für uns ein Erfolg, vor allem weil es uns erst seit letzten Oktober gibt.

JS: Auf eurer Homepage habt Ihr geschrieben, dass Ihr es bedauert, nicht nur blutige Themen und Gewaltthemen in euren Texten zu behandeln – Warum bedauert Ihr das?

Blutbund: Eigentlich bedauern wir es nicht richtig. Es ist für Death Metal nun mal sehr typisch, nur solche Themen in den Songs zu integrieren, aber wir haben uns auch für lustigere Themen entschieden, um die ganze Sache etwas aufzulockern.

JS: Handeln diese lustigen Themen auch von Euch bzw. was sind denn das für lustige Themen, die Ihr da angesprochen habt?

Blutbund: Nein, nicht von uns, eher über andere. Zum Beispiel Männer, die typische Probleme beim Liebesspiel haben (lachen).

JS: (lacht) Ich verstehe. Allerdings habt Ihr noch wenig Songs mit euren eigenen Texten. Ihr habt gemeint, Ihr wollt lieber fürs Erste Songs covern, um euch aufeinander einstimmen – Gibt es trotzdem bereits Ansätze in Form von Songtexten?

Blutbund: Ansätze von Texten ja. Jedoch ist es für uns schwierig, die Musik dazu zu komponieren, weil wir uns, wie wir bereits gesagt haben, aufeinander abstimmen müssen. Manchmal will der eine in die Richtung, der andere in die. So ist es für uns manchmal schwierig, einen Nenner zu finden. Denn es muss im Komplexen gut klingen und ein Ganzes ergeben.

JS: Im Juli habt Ihr ein Konzert in Zusammenarbeit mit Woman2men+, die auch beim BandContestOnline antreten, hier bei euch in Deutzen geplant, um auf euch aufmerksam zu machen. Gibt es da praktische Tipps und Unterstützung von der Band oder seht ihr euch trotzdem noch als Konkurrenten?

Blutbund: Wir müssen an der Stelle leider mitteilen, dass das Konzert vorerst ausfällt. Wir wollten hier beim Arbeiterwohnheim um die Ecke spielen, nur leider haben wir dafür keine Erlaubnis erhalten, weil sich in unmittelbarer Nähe ein Friedhof befindet.

Damit wir sozusagen niemanden stören, können wir nicht machen. Wir haben schon versucht, wo anders den Auftritt ausrichten zu können, jedoch hat bisher nichts geklappt. Aber suchen in der Nähe und Umgebung weiterhin nach einem Ort dafür.

Wir freuen uns sehr, dass uns Woman2men+ unterstützen. Jedoch hätte sich das bei dem Konzert nur auf die Technik beschränkt.

JS: Also keine Tipps und Tricks, die man sich unter Kollegen mal zuschiebt?

Blutbund: Eher weniger. Sie unterstützen uns mit der Technik und sie haben uns auch angeboten, mal ihr Studio zu nutzen, damit wird dort was aufnehmen können. Für diese Unterstützung danken wir ihnen auch wirklich sehr. Aber im Hinblick für den Bandcontest bleiben wir Konkurrenten.

JS: Wovon handelt Euer Text im Bewerbungssong „Leiche zur See“ und warum habt Ihr euch zu diesem Titel entschieden?

Blutbund: Wir sind der Meinung, dass bisher der beste Song ist, den wir in unserer Sammlung haben und den wir auch perfekt spielen können. Diesen Song kann man bisher gesehen auch am Stärksten dem Death Metal zuordnen. Es hat halt einfach gestimmt.

JS: Noch zum Abschluss – Gibt es etwas, was Ihr euren Hörern und Fans gern noch sagen wollt?

Blutbund: Ja auf jeden Fall. Vielen vielen Dank, dass ihr bisher so toll für uns gevotet habt und noch eine kleine Bitte: bitte votet auch weiterhin für uns, damit wir die Chance bekommen, für euch aufzutreten.

JS: Somit wären wir am Ende. Ich bedanke mich sehr bei Euch, für die angenehme Unterhaltung, ich drücke Euch die Daumen.

Blutbund: Wir bedanken uns auch. Egal wie es ausgeht, selbst wenn wir nicht auftreten sollten, werden wir an dem Finaltag auf jeden Fall da sein.

 

 

 

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