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Was haben Substanzen und diese Band gemeinsam? Eigentlich gar nichts, außer ihr Name, MeskaliN, den sie sich nach diesem Kriterium gewählt haben. Deutsch- und Punkrock bis Hardrock sind ihre Favoriten an Genres, die sich in ihrer Musik widerspiegeln. Dabei eifern sie niemandem nach, sondern sind ganz die Band selbst. Was sich genau hinter den Mitgliedern Bastel (Gesang und Gitarre), Norbi (Gesang und Gitarre), Stocki (Bass und Gesang) sowie Kasi (Schlagzeug) verbirgt, konnten sie in einem Interview durchblicken lassen:
von Josephine Senger (JS)
Das Interview:
JS: Mein Eindruck ist, dass Ihr ein bisschen klingt wie Böhse Onkelz – ist das unbeabsichtigt, oder ist das beabsichtigt, gerade weil sie mit zu Euren Einflüssen zählen, genauso wie Loikaemie, Planlos, Vogelfrei und Wohlstandskinder?
MeskaliN: Stimmt. Wir gehen schon in die Richtung von Loikaemie. Aber wir machen eher unser eigenes Ding. Wir wollen uns nicht nur auf die Einflüsse beschränken.
JS: Was wollt Ihr mit eurer Musik ausdrücken bzw. erreichen, weil Ihr gesellschaftliche Probleme, Unterdrückung, Ignoranz, Gewalt und Dummheit ansprecht?
MeskaliN: Wir wollen zum Nachdenken anregen. Es ist ja auch Spaßmusik mit dabei. Es sind Situationen aus dem Leben, vor allem wenn man Leute und die Gesellschaft beobachtet und das, was man täglich wahrnimmt. Wir wollen, dass Leute, die sich verkriechen wieder aus ihrem Loch kommen und am Leben Teil haben, z. B. wenn man den Trennungsschmerz der letzten Beziehung überwunden hat.
JS: Erst nach der Begegnung 2006 mit Naervengifft habt Ihr Euch entschlossen wieder intensiv Musik zu machen?
MeskaliN: Nein, da haben wir generell erst angefangen. Bastl spielt seit sechs Jahren Gitarre. Unser Ex-Sänger hatte auch bereits Erfahrungen. Aber Kasi am Schlagzeug hatte bei Null begonnen. Und somit haben Erik, unser Ex-Sänger und Bastl Kasi erstmal Asyl gewährt.
JS: Wie kamt Ihr auf den Namen, weil Ihr vorher unter Amnesie bekannt wart?
MeskaliN: Wir wollten uns nach Hormonen oder Substanzen im Körper benennen. Serotonin war nicht das richtige und Amnesie war eine kurze Zeit, aber das sagte uns auch nicht zu. Erik, unser Ex-Sänger, kam dann noch mal mit einer neuen Liste an, bei der wir wieder Namen zur Auswahl hatten und nur, weil Erik sich bei Metadon versprochen hatte, kam Meskalin zustande. JS: Und warum ausgerechnet Hormone oder Substanzen im Körper?
MeskaliN: Weil das cool ist (lachen). Nein. Loikaemie hatten damals damit angefangen und darin haben wir unseren Anreiz gesehen, daran anzuknüpfen.
JS: Was habt Ihr für die Zukunft mit Eurer Band geplant?
MeskaliN: Auftritte, eine CD, wenn’s geht und wenn Geld da ist. So viel erreichen, wie nur möglich ist und Groupies vernaschen (lachen). Spaß natürlich.

JS: Hattet Ihr bereits Auftritte auf internationaler Ebene?
MeskaliN: Ja, in Berlin (lachen). Nein, im Ernst, das war bisher noch nicht der Fall. Wir wollen es gerne mal machen, aber eigentlich ist das egal.
JS: Wie habt Ihr vom BandContestOnline erfahren?
MeskaliN: Wir waren voriges Jahr dort. Wir haben uns die Bands angeschaut und dachten uns – da hätten wir auch gewonnen (lachen). Unser Bandmentor Olli hatte uns dann darauf aufmerksam gemacht und gefragt, ob wir nicht Lust dazu hätten und Norbi hat uns dann angemeldet.
JS: Wer von den Bands, die beim BandContestOnline auch unter der Top Ten Liste stehen, könnte für Euch eine Konkurrenz darstellen?
MeskaliN: Schwarzlicht, Semper Fall.PA sind auch sehr gut, Jasmin hat eine gute Stimme und dann noch Texas Music Massacre.
JS: Rock am Bergmannsring war bisher Euer größter Auftritt, ist bald wieder ein dieser Größe geplant?
MeskaliN: Bisher nicht. Wir müssen erstmal wieder Struktur in die Band bringen, weil Erik nun ausgefallen ist und die Arbeit stellt auch einen großen Faktor dar, weil das das Proben schwieriger macht.
JS: Ihr habt schon einmal bei einem Bandcontest mitgemacht, seid Ihr daher noch aufgeregt, wenn Ihr beim Finale am 21. August antreten solltet?
MeskaliN: Ja. Wir waren beim Local Vision Contest und haben dort den 1. Platz gemacht. Leider kamen wir nicht weiter. Leider waren wir im Landesfinale nicht mehr Platz 1. Manchmal sind wir aufgeregt, manchmal nicht.
Wenn wir in einem kleinen Raum spielen, ist die Aufregung meistens größer, als wenn wir vor großem Publikum spielen. Da spielen viele Faktoren mit zusammen. Wenn wir in kleinen Räumen spielen, dann sucht man sich ja immer ein Gesicht was man anschaut. Aber wir sind ja Vollprofis (lachen).
JS: Was wollt Ihr euren Fans noch mitteilen?
MeskaliN: Wir sind sehr stolz auf unsere Fans, weil sie uns soweit gebracht und begleitet haben. Sie waren treu an unserer Seite und wir hoffen, dass das viele Jahre so weiter geht.
JS: Ok. Letzte Frage, die mich doch sehr interessiert. Was ist eigentlich aus euren Bandlogos für Klamotten geworden?
MeskaliN: Bisher noch nichts. Wir sind uns immer mal uneinig. Wir sind Perfektionisten. Und wir kommen manchmal nicht mehr auf einen Nenner. Meistens fangen wir an zu diskutieren, dann verläuft sich das ganze, bis wir Probe haben und wir vertagen es dann auf das nächste Mal.
JS: Klingt sehr witzig bei euch. Jedenfalls wären wir nun am Ende und bedanke mich sehr bei euch.
MeskaliN: Wir uns auch bei dir.
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