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The Flying Chesnuts haben eine beachtliche Zahl an Mitgliedern vorzuweisen: Inko, Anne, Andreas, Jasmin (alle Gesang und Gitarre), Claudia (Keyboard, Gitarre, Background-Gesang), Ronald (Bass) und Erik (Schlagzeug). Ihre eher ruhigere Art ist jedoch keinesfalls ein Nachteil, wie ihre Platzierung im aktuellen Ranking beweist. Sie haben sich mit einer Coverversion des Songs „Halleluja“ (Original von Leonard Cohen) beim BandContestOnline beworben, denn Coversongs sind das, was sie derzeit ausmachen. Warum sie sich für Coversongs entschieden haben und noch etliche andere Fragen, hat mir Inko in einem kleinen Interview beantwortet:
von Josephine Senger (JS)
Das Interview:
JS: Ihr habt eine recht ungewöhnliche Bandzusammensetzung, wie habt Ihr euch gefunden?
Inko: Entstanden ist das Ganze im Oktober 2009. Das heißt, uns gibt es noch nicht so lange. Unsere erste Besetzung war nur zu dritt. Die Gründungsmitglieder in dem Fall waren: Anne, Andreas und ich. Da wir alle Hobbymusiker sind, haben wir meistens bei einer Oldinacht Songs von Neil Young gecovert und gespielt.
In unserem Proberaum haben dann Ab und Zu Eric und Ronald geprobt und wir sind dann irgendwann mal runter und haben sie gefragt, ob sie nicht Lust hätten, bei uns mitzumachen. Und seit Oktober sind wir also zusammen.
Jasmin selbst haben wir beim Gewerbefest in Neukieritzsch kennen gelernt. Sie war eingeschlagen wie eine Bombe und hat uns sehr begeistert. Sie selbst ist ja auch noch Solokünstlerin. Sie hat sich daher auch allein beim Bandcontest angemeldet. Claudia kam dann ungefähr im März zu uns, als Keyboarderin.
JS: Warum habt Ihr euch für Coversongs entschieden und nicht für eigene Songs?
Inko: Da unsere Band somit noch relativ neu ist, haben wir uns zunächst für Coversongs entschieden, damit wir unser Zusammenspiel insgesamt proben können und später tasten wir uns vielleicht noch an eigene Songs heran, nachdem wir uns in der Band gefestigt haben.
JS: Wie habt Ihr vom BandContestOnline erfahren?
Inko: Erfahren haben wir vom BandContestOnline über Jasmin, da sie sich selbst auch dort angemeldet hat und weil ich auch eine gute Beziehung zum verantwortlichen Organisator habe. Das soll jetzt nicht heißen, dass das uns einige Vorteile zuschießt, aber es wurde eben erwähnt.
JS: Der Song „Halleluja“ wird von zahlreichen Bands gecovert. Warum habt Ihr euch geradewegs für diesen Song entschieden. Hat das einen bestimmten Hintergrund?
Inko: Jasmin kann diesen Song perfekt mit ihrer Stimme singen und das hat uns einfach nicht daran gehindert, uns für diesen Titel zu entscheiden. Ansonsten hätten wir uns für „stand by me“ oder für „this time“ von einer norwegischen Band, die auch sehr gut zu uns passt, entschieden.
JS: Nach welchen Kriterien wählt Ihr eure Songs aus, die Ihr covern wollt?
Inko: Sie müssen uns vor allem gefallen und uns zusagen. Das ist der wichtigste Punkt bei uns in der Band. Wenn bei uns zwei bis drei Mitglieder sagen, sie wollen einen Song nicht, dann nehmen wir ihn auch nicht. Wir versuchen uns jetzt mehr auf tanzbare Songs zu orientieren, die wir auch zu Tanzveranstaltungen spielen können. Aber in unserem Repertoire befinden sich noch so wenige Titel, was wir unbedingt ausbauen wollen, wie z. B. CCR oder „Venus“ von Bana Rama, obwohl die den Song auch nur gecovert haben.
JS: Wenn Ihr nach Auftritten feiert, wie läuft das bei euch ab?
Inko: Wir feiern eigentlich gar nicht nach Auftritten, weil wir meistens gar nicht dazu kommen. Bei uns ist das Problem, dass wir relativ viele Mitglieder sind. Zwei bis drei arbeiten in Schichten, zwei sind bei einem Pflegedienst. Letztens konnten wir bei einer Hochzeit erst gegen 23:00 Uhr starten, weil wir nicht eher vollzählig waren.
JS: Aber würdet Ihr nicht gerne manchmal auf den Erfolg nach einem Auftritt anstoßen?
Inko: Nein, im Gegenteil. Wir würden niemals sagen, dass es so gut gelaufen ist. Danach setzen wir uns immer zusammen und es findet noch mal eine Analyse unseres Auftrittes statt. Für uns, die, die auf der Bühne stehen, ergibt es ein ganz anderes Feeling, als für die Leute, die uns zuhören und danach zu uns kommen und uns zu unserem gelungenen Auftritt gratulieren. Wir sind nicht perfekt. Jeder verspielt sich Ab und Zu mal.
JS: Was unterscheidet Euch von den anderen Bands?
Inko: Wir haben uns die anderen Bands angehört und im Gegensatz zu ihnen, finde ich, sind wir mit unseren Coversongs schon etwas exotisch. Die meisten Bands, die antreten, sind eher jugendorientiert, also das Publikum zwischen 14 und 25. Dabei sind drei Bandmitglieder von uns schon halbes Mittelalter. Wir staunen selbst darüber, wie gut das mit uns funktioniert. JS: Falls Ihr antreten solltet, hofft Ihr auf eine gute Platzierung oder worum geht es Euch?
Inko: Wir haben Spaß, wenn wir auf der Bühne stehen und das wollen wir dem Publikum auch vermitteln. Allerdings bin ich wirklich erstaunt, dass wir eine so gute Platzierung erreicht haben und unter den besten 10 sind, obwohl die anderen Bands auch nicht zu verachten sind.
JS: Somit wären wir auch am Ende. Ich bedanke mich sehr für Deine Antworten und für das nette Gespräch.
Inko: Ich bedanke mich ebenfalls.

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