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Schwarzlicht, bestehend aus Frank (Gesang und Leadgitarre), Ronny (Gitarre), Steve (Gesang und Bass) und Christian (Schlagzeug), sind eine Band wie keine andere. Denn gerade jetzt könnten sie unter einem besseren Stern stehen. Sänger und Bassist Steve muss eventuell für eine kurze Zeit aus gesundheitlichen Gründen zurück treten. Das sind keine guten Neuigkeiten für die Fans. Jedoch wird Zippel, ebenfalls früherer Bassist, für ihn einspringen, sollten sie am 21. August beim BandContestOnline antreten. Doch davon lassen sich die Jungs keinesfalls runterziehen, wie sie in ihrem Interview klar und deutlich gemacht haben:
von Josephine Senger (JS)
Das Interview:

JS: Ihr seid schon Vorband von „City“ „Glorreiche Hallunken“ und „EL 34“ gewesen – mit wem konntet Ihr am besten arbeiten?
Schwarzlicht: Das war eindeutig „EL 34“. Sie kommen aus Sachen-Anhalt. Wir sind allgemein viel auf Bikertreffen unterwegs, wo wir sie auch kennen gelernt haben. Es war sehr interessant die ganzen Bands, die Du aufgezählt hast, live kennen zu lernen und zu sehen, wie sie privat so drauf sind.
JS: Und warum lief das ausgerechnet mit „EL 34“ so gut?
Schwarzlicht: Weil das die Band war, die von Anfang an offen auf uns zugegangen ist. Wir können uns noch genau daran erinnern, als wäre es erst gestern gewesen. Steffen, der Frontmann der Band EL34, war sehr aufgeschlossen und erzählte uns, trotz dass wir uns kaum kannten, gleich ein paar verrückte Geschichten aus seinem Musikerleben. So etwas hinterlässt einen symphatischen Eindruck. Wir spielen jetzt noch regelmäßig. Auch auf privater Ebene hat sich eine Freundschaft entwickelt und wir machen auf öfter was zusammen.
Da wäre auch bald wieder ein Bikertreffen gewesen, am Wochenende vom 9. bis 11. Juli, doch das mussten wir leider absagen, weil das ein Auftritt von vier bis fünf Stunden gewesen wäre und das würden wir in der kurzen Zeit mit Zippel nicht mehr schaffen.
JS: Sind weitere Projekte mit anderen Bands geplant?
Schwarzlicht: Jein. Mit anderen nicht direkt. Zurzeit haben wir ein Projekt, wobei wir uns mit dem Namen noch nicht einig sind, mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von Steve. Wir werden seine Gedichte vertonen. Dafür haben wir uns einen zweiten Schlagzeuger (Andi), zusätzlichen Sänger und gleichzeitig Pianisten (Martin) und eine zusätzliche Sängerin (Steffi) ins Boot geholt.
Wir sind sehr experimentierfreudig und möchten dies auch zeigen. Wir schneiden mit diesem Projekt Genre an, die für uns musikalisch völliges Neuland sind, dadurch bringen wir Sachen in uns zum Vorschein, die wir nicht von uns kannten und nicht erwartet hätten. Aber wie gesagt, das ist alles noch in Arbeit.
JS: Ihr spielt Punk, Rock und Metal. Warum wollt Ihr euch nicht auf ein Genre festlegen?
Schwarzlicht: Die Richtungen haben wir extra so hingeschrieben. Die Presse und wir sind uns nicht wirklich einig. Die einen sagen das, die anderen das. Wir wollen uns in kein Genre und somit auch in keine Schublade stecken lassen. Wir spielen das, wozu wir Lust haben und zu dem was uns einfällt und Spaß macht. Wir haben in der Jugend alle unterschiedliche Musik gehört und das sind unsere Einflüsse, die wir spielen und die unsere Musik mit auszeichnen.
JS: Warum die Mischung zwischen englischen und deutschen Texten?
Schwarzlicht: Weil es Spaß macht (lachen). Manches klingt englisch besser und manches deutsch. Manches kann man besser im Deutschen, manches besser im Englischen ausdrücken. Nur leider können wir alle nicht perfekt englisch, sodass es uns manchmal schwieriger macht. Wir probieren Verschiedenes aus und dann entscheiden dann, was besser klingt. Wir haben z. B. auch einen Song, „This Feeling“, in dem wir deutsche Strophe mit englischem Refrain kombinieren.
JS: Könnt Ihr euch mit euren Songs identifizieren?
Schwarzlicht: Wir können für alle sprechen, wenn wir sagen, dass wir nur das spielen, mit dem wir zufrieden sind. Aus unseren Ideen heraus entstehen unsere Songs und genauso wie wir das sehen und fühlen, so machen wir das auch. Wir nehmen nur das in unser Repertoire auf, mit dem wir uns identifizieren.
Wir verarbeiten unsere Gefühle in unseren Songs und wir haben somit die Möglichkeit, die Instrumente zu unseren Werkzeugen zu machen. Damit kann man Aggressionen z. B., die sich über den Tag angesammelt haben besser abbauen. Das ist immerhin besser, als wenn man auf der Straße seine Aggressionen raus lässt. Das ist eben unser Ventil.
JS: Mit Eurem Titel „Schwarzlicht“ tretet Ihr beim diesjährigen BandContestOnline an, stellt dieser Song Euer Spiegelbild nach außen dar oder warum habt Ihr euch dafür entschieden?
Schwarzlicht: Wir würden das selbst nie auf einen einzelnen Song beschränken. Unser gesamter Bestand an Liedern ist unser Spiegelbild.
JS: Wie habt Ihr denn vom BandContestOnline erfahren?
Schwarzlicht: Neben dem BandContestOnline hatten wir uns auch schon mal bei Fritzradio beworben. Das ist ein Radiosender in Berlin für Bands, die keinen Vertrag haben. Vom BandContestOnline haben wir übers Studi VZ erfahren und zwei Tage vor Anmeldeschluss haben wir zum Glück noch geschafft uns anzumelden. Wir haben einfach gesagt, wir machen mit und es ist auch schön, nach Auftritten solche positiven Feedbacks zu erhalten.
JS: Warum habt Ihr auch gecoverte Songs?
Schwarzlicht: Früher hatten wir auch Auftritte auf Stadtfesten, Veranstaltungen oder Silberhochzeiten, genauso wie auf Bikertreffen. Da braucht man Titel, die auch die Leute kennen, daher haben wir zahlreiche Coversongs in unsere Sammlung aufgenommen. Das bildet manchmal auch eine gute Einnahmequelle neben Konzerten, bei denen wir ausschließlich unsere eigenen Songs spielen.
Es kommt darauf an, wo wir spielen, was wir da erreichen wollen, wen wir erreichen wollen, wer das Publikum ist etc. Da kommt es auch schon mal gerne vor, dass wir unsere Setlist fünf Minuten vor Auftritt nochmals ändern. Leute, die uns schon kennen, freuen sich, auch öfter unsere eigenen Lieder zu hören. Wir haben sogar schon erlebt, dass eine Oma vor uns schon zur Luftgitarre gegriffen hatte (lachen). Das war ein tolles Erlebnis.
JS: Seht ihr in eueren Mitstreitern eine starke Konkurrenz?
Schwarzlicht: Nur in denen, die eine hohe Punktzahl haben (lachen). Natürlich gibt es bessere Interpreten, als uns. Das ist zum einen eine Sympathiefrage, dann kommt es auf den Bekanntheitsgrad an und auf das, was die Leute hören wollen. Beim Bandcontest ist es schön, dass die Bands eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres ergeben. MeskaliN wird sicherlich auch gut ankommen.
JS: Wo seht ihr euch in 10 Jahren
Schwarzlicht: Am besten auf der Bühne und nicht auf der Couch (lachen). Es geht uns nicht darum, Geld zu verdienen, um reich zu werden, aber zumindest so, dass wir davon leben könnten. Wir verdienen unseren Lebensunterhalt derzeit anderweitig. Aber wenn das Angebot vor der Tür stehen würde, würden wir sofort alles stehen und liegen lassen.
JS: Was können eure Fans zukünftig von euch erwarten?
Schwarzlicht: Hoffentlich unser erstes Album, zahlreiche Auftritte, scharenweise eigene Lieder – Schwarzlicht pur um genau zu sein.
JS: Dann wünsche ich euch viel Erfolg dafür. Damit wären wir auch am Ende.
Schwarzlicht: Zum Abschluss würden wir gerne noch sagen, dass wir es nicht als selbstverständlich ansehen, eine Band zu sein und einen Auftritt auf der Bühne zu haben. Wir haben gemerkt, wie schnell so was vorbei sein kann bzw. was uns eine zeitlang einen Strich durch die Rechnung machen kann. Aufgrund der gesundheitlichen Situation von Steve, versuchen wir das Beste aus dem Umstand zu machen und dieses Handicap zu überwinden. Wir wollen wirklich was erreichen und das sollen unsere Fans auch wissen.

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