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Dienstag, 02. Juni 2009 um 05:00

Die Leipziger Volkszeitung über unser Finale am 29.05.2009...

Von Jörg Reuter

Jubel wie im Fernsehen

Triekonos gewinnt den Bandcontest der VR-Bank Leipziger Land

Deutzen. Um die meisten Publikums- und Jurystimmen ging es am Freitagabend in Deutzen. Die VR-Bank Leipziger Land hatte anlässlich ihres 140-jährigen Jubiläums zu einem Bandcontest aufgerufen. Sechs ganz unterschiedliche Gruppen schafften es ins Finale und somit auf die große Bühne des Kulturparks. Jeweils 15 Minuten hatten die Musiker dort, um die rund 700 Gäste sowie die dreiköpfige Jury zu überzeugen. Dem Gewinner winkte eine Prämie.

Von März bis Mai lief der Vorausscheid zum Bandcontest im Internet. Insgesamt 17 Gruppen, Ensembles beziehungsweise Einzelinterpreten aus dem Leipziger Land beteiligten sich. „Es sind zusammen 40 206 Stimmen abgegeben worden“, sagte der Organisator und Marketingleiter der VR-Bank, Torsten Wünsche, dem die Begeisterung über die enorme Resonanz anzumerken war. Die Punkteverteilung ergab, dass die kurzen, Leiseschrei, Peter Schulze, Triekonos, Lost Psychic und woman2men+ im Kulturpark live um das Preisgeld spielen würden. Die Wertungen des Publikums und der Jury flossen jeweils zu 50 Prozent ins Endergebnis ein. Pünktlich 20 Uhr begann der Ausscheid und die schwere (Be-)Wertung der Darbietungen. Schließlich traten ganz unterschiedliche Bands an.

Die kurzen aus Frohburg eröffneten den Reigen. Die Musiker im Alter von acht bis zwölf präsentieren sich mit Coversongs. Wirklich beachtlich, welche Courage die Jungs haben und welche Talente in ihnen schlummern. Jedoch fehlte es ihnen noch an Übung und Erfahrung, wie sie etwa Leiseschrei, ebenfalls aus Frohburg, im Anschluss mit auf die Bühne brachten. Seit 13 Jahren gibt es die Gruppe, die sich mit eigenen Pop-Schlager-Liedern empfahl. Sie fanden vor allem beim Publikum viel Zuspruch.
Einer der heimlichen Lieblinge der Jury, zu der die Leipziger Musikerin Delia Franke, VR-Bank-Mitarbeiterin Carolin Meyer sowie für die LVZ der Autor gehörten, war der Liedermacher Peter Schulze aus Bad Lausick. Mit ruhigen und eingängigen Titeln bediente der junge Vollblutmusiker ein völlig anderes Genre als das nach ihm aufspielende Trio Triekonos, das ebenfalls aus Bad Lausick stammt. „Wir spielen keinen Heavy Metal, sondern Aggressive Rock“, erklärte Schlagzeuger Simon Stegemann. Dementsprechend laut und hart, aber auch handwerklich solide und ziemlich einfallsreich wurde die nächste Viertelstunde.

Beim Auftritt der Band offenbarte sich jedoch einmal mehr die einzige wirkliche Schwäche des ansonsten perfekt organisierten Ausscheides: Leider schaffte es das Soundteam nicht, einen optimalen Klang für die Wettbewerber abzuliefern. Damit hatten auch die als Vorletzte antretenden Espenhainer Lost Psychic zu kämpfen. Dazu kamen fehlende Routine und eine wenig überzeugende Präsentation der Punkband. Insofern vermochten die fünf nicht wirklich zu punkten.
In Sachen Performance hatten eindeutig woman2men+ die Nase vorn. Gekonnt animierten die Regiser mit Pyrotechnik und flotten Sprüchen das Publikum. Und ließen damit kurz vor der Siegerehrung noch einmal richtig Stimmung aufkommen.

Am Ende reichte dies jedoch nur für Platz zwei vor Leiseschrei. Gewinner des Bandcontests wurden Triekonos. „So etwas kenne ich nur aus dem Fernsehen. Das wollte ich schon immer mal haben“, jubelte Gitarrist Stefan Klemmt und hielt mit Siegerpose den 500 Euro schweren Scheck in die Luft. 

 

 

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