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Die Leipziger Volkszeitung berichtet über "die kurzen".
Von Thomas Lang
Frohburg. Der Name ist Programm: Sie nennen sich „die kurzen“ und untertreiben damit wahrlich nicht. Sie würden auch mit dem Titel „die jüngsten“ ganz bestimmt richtig liegen. Denn die sechs kleinen Musiker, die sich seit wenigen Wochen als Gruppe der Öffentlichkeit präsentieren, dürften wahrlich die jüngste Band der Region sein. Vielleicht der Anfang einer großen Karriere?
Zusammen zählen sie derzeit gerade mal 59 Lenze. Der Älteste – Florian Uhl – ist zwölf, die jüngste, Paula Meinert, erst acht. Ersterer spielt gemeinsam mit Simon Raschke E-Gitarre; Alfred Geier sitzt am Schlagzeug. Dessen Schwester Josefine betätigt den E-Bass und André Telling sowie Paula Meinert runden als Sänger die Sache ab. Bei einem von der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“ organisierten Bandworkshop im Rock-Pop-Bereich wurde das Sextett aus Markkleeberg, Neukieritzsch und Frohburg zusammengewürfelt. Die erste gemeinsame Bandprobe war vor etwa einem Jahr. Von Anfang an stimmte die Chemie: Aus Fremden wurden in kürzester Zeit sehr gute Freunde, ein verschworenes Team.
„Einmal in der Woche üben sie gemeinsam in Frohburg“, schildert einer der (stolzen) Väter, Dietmar Geier, vielen als Discjockey von „Hifi-Time“ bekannt. „Da noch keiner von den kleinen Musikern ein Fahrzeug führen kann und die Wohnorte der Bandmitglieder ziemlich weit voneinander entfernt sind, müssen dabei natürlich Mamas, Papas, Großeltern und Freunde mitziehen. Aber alle sind mit Begeisterung dabei.“ Letztlich aber würde gar nichts gehen, wenn nicht die beiden Musiklehrer Mathias Dreiack und Stephan Mühl wären, die „die kurzen“ mit sehr viel Engagement leiten und motivieren.
So kam es, wie es kommen musste: Nachdem sich die Nachwuchsband zunächst im Bekannten- und Verwandtenkreis präsentierte, bei Geburtstagen und Schulfesten mitmischte, wurde sie mutiger. Die kleinen Musiker machten ihre Sache bei Bandworkshops oder dem Musikschulfest im Leipziger Gewandhaus so gut, dass sie kürzlich bei der Jukebox in Zwenkau erstmals als Vorband auftraten. Auch einen Preis räumten die sechs bereits ab: den Sonderpreis beim Bandcontest der Volks-und Raiffeisenbank Ende Mai in Deutzen. Acht Titel haben sie gegenwärtig im Repertoire – deutsche Rock- und Popmusik und Oldies. Eine Kostprobe ist auch morgen ab 20.30 Uhr beim Schlossparkfest in Frohburg zu erleben.
Noch weiß niemand, wohin die musikalische Reise der Kinder mal gehen wird. „Natürlich möchten wir mal eine berühmte Band werden. Aber es soll uns und anderen vor allem Spaß machen“, gibt sich Alfred Geier ganz cool. Er fing bereits mit sechs Jahren an, das Schlagzeug zu traktieren, spielt zudem in diversen Schülerorchestern. Und weiß sich mit seiner Musikleidenschaft eins mit den anderen „kurzen“. Zumal schließlich jeder mal klein anfängt...
Foto: Haben als wohl jüngste Band der Region viel Spaß an der Musik: Simon, Alfred, Florian und André (oben v.l.) sowie Paula und Josefine.
Quelle: Leipziger Volkszeitnung vom 12.06.20009 |